🇨🇭 Switzerland

Zermatt zu Fuß: vier Matterhorn-Wanderungen, von leicht bis anspruchsvoll

Zermatt war schon immer autofrei. Private Fahrzeuge dürfen nur bis Täsch, wo das Matterhorn Terminal 2100 überdachte Parkplätze hat und der Shuttlezug Zermatt in 12 Minuten erreicht, tagsüber alle 20 Minuten. Der Swiss Travel Pass gilt darauf. Im Dorf erreichst du das meiste zu Fuß, und ein Gratis-E-Bus fährt zwei Linien.

Von dort steigen diese vier Wanderungen in der Anstrengung an. Alle vier beginnen oder enden an Bahnen, die zwischen den Saisons Pause machen; prüf vorher die Betriebszeiten.

1. Riffelsee: eine Stunde, meist bergab

Fahr mit der Gornergrat Bahn auf den Gornergrat, wo die Aussichtsplattform auf etwa 3100 m den Blick auf 29 Viertausender öffnet. Fahr eine Station zurück nach Rotenboden und geh am Riffelsee vorbei nach Riffelberg: 3,1 km, 42 m hinauf und 276 m hinunter, etwa eine Stunde.

Gut zu wissen: Das Matterhorn spiegelt sich nur bei Windstille im See, am besten morgens oder abends. Der westlichste Weg über Gagenhaupt ist der ruhigste. Es ist eine Sommerwanderung: Laut Zermatt Tourismus kann im Frühling noch Schnee den Weg versperren, und im Winter liegt der See gefroren unter Schnee.

2. Der 5-Seenweg: ein halber Tag

Von Blauherd nach Sunnegga vorbei an Stellisee, Grindjisee, Grünsee, Moosjisee und Leisee: 11 km, 380 m hinauf und 660 m hinunter. SchweizMobil gibt 3¼ Stunden an, die Zermatt Bergbahnen 2½. In drei der Seen spiegelt sich das Matterhorn.

Gut zu wissen: Die beste Zeit ist Juni bis September. Im Grünsee und im Leisee darfst du baden, sofern keine Schilder etwas anderes sagen. Zum Abkürzen lässt du den Leisee aus und gehst von Findeln hinunter nach Zermatt.

3. Matterhorn Glacier Trail: Fels, Geröll und Gletschergeschichte

Vom Trockenen Steg auf 2939 m zum Schwarzsee: 6,6 km, 174 m hinauf und 515 m hinunter, etwa zwei Stunden. Tafeln unterwegs erklären, wie sich Furgg- und Theodulgletscher seit etwa 1850 um mehr als 3 km zurückgezogen haben.

Gut zu wissen: Die Zermatt Bergbahnen nennen ihn einen der anspruchsvolleren Wege in den Zermatter Bergen, mit Geröll und Fels unter den Füßen. Die beste Zeit ist Juni bis September; im Winter ist er eine Schneeschuhtour, nur mit einem qualifizierten Bergführer.

4. Die Hörnlihütte: am Fuß des Matterhorns

Vom Schwarzsee über den Hörnliweg zur Hörnlihütte auf 3260 m, dem Ausgangspunkt für Touren über den Hörnligrat: 4,3 km und 693 m hinauf, 2¼ Stunden hinauf und etwa 1½ Stunden auf demselben Weg zurück. Im August und September siehst du frühmorgens von der Hüttenterrasse die Seilschaften am Grat (Fernglas mitnehmen).

Gut zu wissen: Es ist ein T4-Weg, als anspruchsvoll eingestuft. Der Weg ist teils ausgesetzt, und einige Stufen einer Metalltreppe haben Gitterroste über dem Abgrund. Zermatt Tourismus empfiehlt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, warme und wasserdichte Kleidung und bei unsicherem Wetter früh umzukehren. Frag vorher in der Hütte nach den aktuellen Verhältnissen. Die Zermatt Bergbahnen nennen Juli und August als beste Zeit. Die Hütte ist nur im Sommer offen, von Ende Juni bis Ende September; sonst ist nur ihr Notraum offen (20 Matratzen, kein Wasser, keine Küche).

Routenkarten und Liftangaben findest du in den AlpineSpot-Guides: Riffelsee, 5-Seenweg, Matterhorn Glacier Trail und Hörnlihütte.

Zuletzt geprüft: Oktober 2026